Posts der BEV-Website ab Juni 2010

24. Januar 2013

Petition für Zweitkräfte

In einer Petition forderte der BEV pädagogische Zweitkräfte für alle Klassen, in denen inklusiv unterrichtet wird. Die Schulleitung soll ein eigenes Budget für Heilerzieher, Förderlehrer, Erzieher und Sozialpädagogen erhalten. Für Schulbegleiter fordert der BEV eine pädagogische Mindestqualifikation und für alle Lehrer verpflichtende Fortbildung  zur inklusiven Pädagogik. Die Petition hat der Bildungsausschuss im Bayerischen Landtag am 24. Januar 2013 der Staatsregierung als »Material« überwiesen. Das bedeutet: Der Ausschuss hält das Anliegen für geeignet, in einen künftigen Gesetzentwurf oder eine sonstige Verwaltungsentscheidung einbezogen zu werden.

 

15. Januar 2013

Elternarbeit in der Praxis - Seminar

Für die Tagung "Elternarbeit in der Praxis" am Samstag, 2. Februar 2013, in Nürnberg gibt es noch freie Plätze. Schwerpunkt der Tagung sind Inklusion und europäische Leuchtturmprojekte der Elternarbeit.
Außerdem gibt es praxisnahe Workshops mit Tipps und Anregungen für die Arbeit der Elternvertreter/innen an Schulen. Auch interessierte Eltern ohne offizielle Funktion sind herzlich eingeladen.
Näheres im Programm.

23. Dezember 2012

Volksbegehren gegen die Studiengebühr

Der BEV unterstützt das Volksbegehren gegen Studiengebühren und ruft alle Wahlberechtigten zum Unterschreiben auf. Eintragungsfrist: 17. bis 30. Januar 2013.

3. Dezember 2012

Petiton für mehr Personal im Bildungsausschuss

In einer Petition forderte der BEV pädagogische Zweitkräfte für alle Klassen, in denen inklusiv unterrichtet wird. Die Schulleitung soll ein eigenes Budget für Heilerzieher, Förderlehrer, Erzieher und Sozialpädagogen erhalten. Für Schulbegleiter fordert der BEV eine pädagogische Mindestqualifikation und für alle Lehrer verpflichtende Fortbildung  zur inklusiven Pädagogik.

 Die Petition steht am Donnerstag, 6. Dezember, auf der Tagesordnung des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag. Beginn der öffentlichen Sitzung: 9 Uhr. Garantie, dass die Petition tatsächlich behandelt wird: keine.
Nachtrag am 6.12.: Sie wurde  nicht behandelt. Aber ganz bestimmt im Januar 2013, wie es aus dem Landtag hieß.

28. November 2012

Für ein Kooperationsgebot

Bei seiner Herbstplenartagung hat der Bundeselternrat (in dem auch der BEV vertreten ist) sich mit den Nachteilen des Föderalismus in der Bildungspolitik befasst und fordert: Weg mit dem Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern - her mit einem Kooperationsgebot in der Bildung für Bund, Länder und Kommunen.
Hier die Resolution der Tagung.

22. November 2012

Problem Bildungsföderalismus

Der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschlands, der Grundschulverband und der Bundeselternrat fordern ein Ende des schulpolitischen Alleingangs der Länder. Die Bildungschancen sind noch lange nicht gleich verteilt, und wer umzieht, muss mit Nachteilen für sein Schulkind rechnen. Das soll sich ändern.
Hier finden Sie die gemeinsamen Forderungen für den Primarbereich.

4. November 2012

Bildungsrat und Grundgesetz

Die KMK ist ein zahnloser Tiger, und der Bildungsförderalismsus macht vernünftige Schulpolitik unmöglich. Das meinen die Bildungswissenschaftler Georg Feuser und Hans Eberwein in ihrem Manifest zur politischen Struktur des Schul- und Bildungssystems in Deutschland. Sie fordern zunächst einen Nationalen Bildungsrat und anschließend eine Änderung des Grundgesetzes.

25. Oktober 2012

Keine Pauschale für Privatschulen

Das Forum Bildungspolitik, dem der BEV angehört, hat eine Petititon für Schulen in freier Trägerschaft eingereicht. Sie wendet gegen die pauschalierten Sachkostenzuschüsse für diese Schulen. Sachkostenpauschalen sind ungerecht und sollten durch ein Sachkostenbudget, d.h. durch eine gezielte Kostenerstattung, ersetzt werden.

22. Oktober 2012

Volksbegehren gegen die Campusmaut

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat heute das Volksbegehren der Freien Wähler gegen die  Studienbeiträge an bayerischen Hochschulen zugelassen.

Qualitätsoffensive für Schülerfahrten

Die bayerischen Eltern-, Schulleitungs- und Lehrerverbände und Vertreter des Kultusministeriums haben sich heute mit dem Bayerischen Jugendring, dem Bayerischen Schullandheimwerk und dem Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern, zur ersten bayerischen Schülerfahrtenkonferenz getroffen. Sie erarbeiten gemeinsam Qualitätskriterien, die dazu dienen sollen, Schülerfahrten von rein kommerziellen Angeboten abzugrenzen und als integralen Bestandteil der pädagogischen Arbeit einer Schule zu etablieren.

12. Oktober 2012

Bayern investiert in Bildung

Der Freistaat Bayern hat das erklärte Ziel der Bundesregierung, zehn Prozent des BIP in Bildung zu investieren, schon fast erreicht. Das behauptete das  Kultusministerium, und die Staatsregierung schloss sich dieser Behauptung an. Anlass war eine Petition des Forums Bildungspolitik zur Bildungsfinanzierung, die der Bildungsausschuss des Landtags gestern als erledigt erklärte, da die Forderungen bereits erfüllt seien. Immerhin hatte der Ausschuss vorher 40 Minuten lang über die Petititon diskutiert und die fundierten Argumente gelobt - sogar die Regierungsparteien.

18. September 2012

Zurückgestellt

Im Jahr 2001 wurden 4,5 Prozent der bayerischen Kinder bei der Schulanmeldung zurückgestellt. Zehn Jahre später waren es 11,3 Prozent, und niemand kann sich so recht erklären, woran das liegt. Erklärungsversuche gibt es natürlich, vom verschobenen Stichtag über genauere Diagnosen von Sprachdefiziten bis zur Inklusion.
Die beliebteste Erklärung ist, dass es an den Eltern liege. Sie fürchteten den Stress der Schule und wollten ihr Kind noch ein wenig länger im Schonraum des Kindergartens geborgen wissen. Kann das stimmen? Nach dem Schulrecht entscheiden allein die Schulleiter über die Schulfähigkeit eines Kindes. Sie haben dabei keinerlei Entscheidungsspielraum und dürfen deshalb dem Druck der Eltern nicht nachgeben. So steht es im Kommentar zur Volksschulordnung.
Den scheint aber nicht einmal der Kultusminister zu kennen, denn er lässt den Eltern ausrichten, sie brauchten vor der bayerischen Schule keine Angst zu haben und sollten ihr Kind frohen Herzens einschulen lassen.

Ganztagsschule und Elternvertretung in Bayern

Ein Interview mit dem BEV über Ganztagsschule und über die Elternvertretung in Bayern finden Sie auf dem Ganztagsschulportal des Bundesbildungsministeriums.

Was Eltern über Schule denken

Im Januar 2012 wurden in der 2. Jako-o-Bildungsstudie bundesweit 3000 Eltern von Schulkindern befragt. Es ging um Ganztagsschulen und das G8, um längeres gemeinsames Lernen und die Beziehung zwischen Elternhaus und Schule, um bildungspolitische Forderungen und um Inklusion. Ursula Walther vom BEV sitzt im Expertenbeirat der Studie, die alle zwei Jahre durchgeführt wird. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse von 2012.

26. Juli 2012

Mehr Pädagogen in die Schulen


In einer Petition fordert der BEV pädagogische Zweitkräfte für alle Klassen, in denen inklusiv unterrichtet wird. Die Schulleitung soll ein eigenes Budget für Heilerzieher, Förderlehrer, Erzieher und Sozialpädagogen erhalten. Für Schulbegleiter fordert der BEV eine pädagogische Mindestqualifikation und für alle Lehrer verpflichtende Fortbildung  zur inklusiven Pädagogik.

19. Juni 2012

Freie Wahl für Eltern

Bayerische Zeitungen behaupten, 58 Prozent der Eltern fänden es in Ordnung, dass sie nicht entscheiden  dürfen, welche Schule ihr Kind nach der Grundschule besucht. Das ist eine sehr kreative Darstellung eines Umfrageergebnisses, die ausnahmsweise nicht das Kultusministerium zu verantworten hat.

Was ist passiert? Zum zweiten Mal wurden an 700 Grundschulen die Elternsprecher der vierten Klassen und ihre Stellvertreter gefragt, was sie vom Übertrittsverfahren halten. Eine Aussage im Fragebogen hieß: "Die Freigabe des Elternwillens nach dem Probeunterricht und dem Ergebnis von 4/4 in Mathematik/ Deutsch begrüße ich." Der Aussage konnte man zustimmen oder auch nicht. Zustimmung kam von 42 Prozent der Eltern, d.h. 58 Prozent haben abgelehnt. Daraus hat die dpa eine korrekte Meldung gemacht, die in Bayern zuständige lby aber nicht. Bayerische Zeitungen glauben der Landesagentur. Und die Leser und Leserinnen ihrer Zeitung.

Die Konstellation 4/4 im Probeunterricht dürfte kaum ein Prozent aller Kinder betreffen. Es ist bemerkenswert, dass immerhin 42 Prozent der Elternvertreter  - sicher nicht lauter Verwandte und Bekannte der 4/4-Kinder - diesen Kindern den Zugang zu Realschule und Gymnasium eröffnen würden. Das Kultusministerium hat, wie gesagt, den Irrtum der Medien nicht zu verantworten. Es hat allenfalls zu verantworten, dass es ihn nicht aufklärt.

1. April 2012

Besser lernen ohne Noten

Die Grundschullehrerin Sabine Czerny berichtete bei der Landesversammlung des BEV nicht nur, wie sie Kinder zum Lernen motiviert, sondern auch über ihre Initiative notenfrei. Diese ist noch im Aufbau und sucht aktive Mitstreiter. Als wissenschaftlichen Beistand hat Czerny bereits Manfred Spitzer und Gerald Hüther gewonnen.

10. März 2012

Das G8 plus

Das Gymnasium ist immer gut für eine medienwirksame Diskussion. Kein Wunder - die meisten Redakteure haben ihre Kinder am Gymnasium. Die neueste Idee im Blätterwald ist ein verlängertes G8. Die Opposition fordert, den Schulen die Wahl zwischen G8 und G9 zu lassen. Der Kultusminister verkündet, es werde künftig für besonders lernbedürftige Schüler der Klassen 7 bis 10 ein zusätzliches Schuljahr geben.

Wie das gehen soll, sagt er allerdings nicht. Eine Ehrenrunde - auch eine freiwillige - konnte man bisher schon drehen und sich damit neun Jahre Gymnasium gönnen. Ein solches Jahr wird vermutlich künftig nicht mehr als Wiederholungsjahr angerechnet. Aber wo verbringt der Schüler das Extrajahr? Gibt es eine achteinhalbte oder neuneinhalbte Klasse, mit Extralehrern und anderem Stoff? Kommen genügend Schüler für so eine Extraklasse zusammen? Da werden Spaenles Leute viel Phantasie entwickeln müssen. Zu beneiden sind sie nicht.

Tipps zur Inklusion

16. Februar 2012

Petition Schulstruktur

Die Petition des Forums Bildungspolitik zur Schulstruktur hat der Bildungsausschuss des Landtags am 16. Februar 2012 abgelehnt. Die Begründung ist nicht öffentlich zugänglich.

10. Februar 2012

Netzwerk Inklusion

Ende Januar haben gut 40 Eltern aus ganz Bayern, deren behinderte Kinder in Regelschulen unterrichtet werden, das Netzwerk "Inklusion Bayern" gegründet. Das Netzwerk ist Ansprechpartner für Eltern auf Bezirks- und Landesebene bei allem, was mit Inklusion zu tun hat. Kontakt über die Website des Netzwerks: www.inklusive-schule-bayern.de.

21. November 2011

Bundeswehr im Unterricht

Die Petition zum Unterricht durch Jugendoffiziere der Bundeswehr, die der BEV im Februar 2011 eingereicht hat, wurde am 10. November im Bildungsausschuss des Landtags behandelt.

Der Bildungsausschuss hat die Petition einstimmig für erledigt erklärt, weil das Schulforum nach Aussage eines Vertreters des Kultusministeriums schon jetzt grundsätzlich beschließen könne, keine Veranstaltungen mit der Bundeswehr zu machen. Das betreffe auch den Unterricht durch Jugendoffiziere. Das ist nach Ansicht des BEV nur möglich, wenn man den Unterricht - der Schülern und Eltern gewöhnlich als Staatsbürgerkunde verkauft wird - zu einer "Veranstaltung im Rahmen des Schullebens" umdefiniert. Über die Grundlagen solcher Veranstaltungen entscheidet nämlich tatsächlich das Schulforum. Bei der Befreiung vom Bundeswehrunterricht habe es noch nie Probleme gegeben, hieß es zudem aus dem Kultusministerium. Die Schulen sollen über diese beiden Punkte informiert werden.

24. August 2011

Strukturfragen

Das Forum Bildungspolitik in Bayern hat im Juli eine Petition eingereicht, die der bayerischen Staatsregierung einen entspannteren Umgang mit der Schulstruktur nahe legt. Das Bemerkenswerte an dieser Petition: Im Forum Bildungspolitik sitzen keineswegs nur die üblichen Verdächtigen. Mit seinen 44 Mitgliedsorganisationen bietet es ein breites Spektrum bildungspolitisch Aktiver. Der Konsens bei der Forderung nach mehr Freiheit in Schulstrukturfragen ist deshalb ein Meilenstein in der Geschichte des Forums.

Die Petition fordert kurz gefasst:
- Schulversuche zulassen, die von den bisherigen Schularten abweichen
- mehr Mitbestimmung in der Schule und für die einzelne Schule
- Eltern über die weiterführende Schulart entscheiden lassen
- Sitzenbleiben abschaffen
und natürlich mehr Geld und mehr Personal.

Sie finden die Petition auf der Website des Forums Bildungpolitik.

Kombiklassen als Notlösung?

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband hat den BEV gefragt, wie er zu Kombiklassen steht. Die Antwort: Jahrgangsgemischter Unterricht ist eine Chance für alle Kinder, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das Wichtigste: Die Eltern müssen rechtzeitig und ernsthaft einbezogen werden. Das Interview finden Sie auf der Website des BLLV.

28. Juli 2011

Allgemeine Schule für alle

Der Landtag hat den fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur inklusiven Bildung angenommen. Vom 1. August an haben alle bayerischen Kinder ein Recht auf inklusiven Unterricht. Das bedeutet: Alle Eltern können ihr Kind in die allgemeine Schule schicken. Sollte es damit Probleme geben, informieren Sie bitte die bayerische Behindertenbeauftragte, das Kultusministerium und die Leiterin des Sachgebiets Förderschule/Inklusion im Bayerischen Elternverband, Henrike Paede. E-Mail: henrike.paede( at )bayerischer-elternverband.de


2. Juni 2011

Inklusion in Bayern

Die Fraktionen im bayerischen Landtag haben Ende März einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Inklusion an Bayerns Schulen vorangebracht werden soll. Sie finden nun nicht nur den Gesetzentwurf im Internet, sondern auch die Stellungnahme des BEV.
Gesetzentwurf
Stellungnahme des BEV

29. Mai 2011

Familienfreundliche Grundschule

Die meisten Eltern haben ein Betreuungsproblem, wenn ihr Grundschulkind überraschend vor der Tür steht. Die "kind- und familiengerechte Halbtagsgrundschule", die seit mehr als zehn Jahren im Schulgesetz steht, gilt nur für die Zeit zwischen 7:30 Uhr und dem regulären Unterrichtsende. Darüber, wann der Unterricht regulär endet, entscheidet die Schulleitung, so dass Eltern nicht zuverlässig planen können. Der BEV hat eine Petition eingereicht, die diesem Missstand abhelfen soll. Eltern müssen sich auf den Stundenplan verlassen können, auf den sie sich am Schuljahresanfang eingestellt haben.

15. April 2011

Aufstieg aus der Gelenkklasse

Ihr Kind ist in der 5. Klasse Hauptschule und möchte zur 6. Klasse an die Realschule wechseln? Ihr Kind ist in der 5. Klasse Realschule und möchte zur 6. Klasse ans Gymnasium wechseln? In beiden Fällen sollten Sie Anfang Mai, wenn die Anmeldungen an den Realschulen und Gymnasien laufen, Ihr Kind dort voranmelden. Die beiden betroffenen Schulen werden sich zusammentun und ihr Kind auf den Übertritt vorbereiten.
Falls Ihre Schulleitung Sie darüber noch nicht informiert hat, erhalten Sie Infos beim BEV unter beratung( at )bayerischer-elternverband.de

10. April 2011

Bildungspaket - jetzt Antrag stellen

Wer Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag bezieht, hat seit dem 1. April Anspruch auf ein Bildungspaket für jedes Kind. Bezahlt werden Vereinsbeiträge (max. zehn Euro pro Monat), Nachhilfe, falls Sitzenbleiben droht, ein Zuschuss zum warmen Mittagessen und eintägige Ausflüge mit der Klasse oder Kitagruppe.
Bis zum 30. Juni 2011 können Eltern die Zuschüsse rückwirkend ab 1. Januar beantragen - ohne Nachweise.

8. April 2011

Inklusionsgesetz Bayern

Die Fraktionen im bayerischen Landtag haben Ende März einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Inklusion an Bayerns Schulen vorangebracht werden soll. Sie finden ihn auf der Website des Landtags.

18. Februar 2011

Petition zum Bundeswehrunterricht

Was den Bayerischen Elternverband zu seiner Petition zum Einsatz der Bundeswehr-Jugendoffiziere in Schulen bewogen hat, lesen Sie in einem Interview der Zeitung "Junge Welt" mit der BEV-Landesvorsitzenden Maria Lampl.

15. Februar 2011

Bundeswehr in der Schule

Im Juni 2010 hat der bayerische Kultusminister eine Urkunde zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr unterzeichnet. Bayerische Schulen können Jugendoffiziere der Bundeswehr in den Unterricht oder zur Fortbildung ihrer Lehrer einladen. Weil viele Eltern Bundeswehrbesuche in der Schule ablehnen, hat der BEV eine Petition eingereicht, nach der künftig das Schulforum über die Einladung der Jugendoffiziere beschließt und Schüler sich vom Unterricht mit der Bundeswehr befreien lassen können.

7. Februar 2011

Teure Menschenrechte

Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt für Deutschland seit 2009. Sie formuliert unter anderem das Recht eines jeden Kindes auf inklusiven Unterricht, also auf Unterricht gemeinsam mit "normalen" Kindern in der allgemeinen Schule. Die bayerische Staatsregierung hat im Oktober ihren Weg zur Inklusion vorgestellt. Der BEV kritisiert das Konzept, weil es das Menschenrecht auf inklusive Bildung unter Finanzierungsvorbehalt stellt. Lesen Sie das Konzept der Staatsregierung und die Stellungnahme des BEV.

2. Februar 2011

Lehrerstellen erhalten

Der Haushaltsentwurf der Bayerischen Staatsregierung für die Jahre 2011 und 2012 sieht vor, mehr als 4500 Lehrerplanstellen zu streichen und zu sperren. Der BLLV ruft zum Protest auf. Schließen Sie sich an, es geht um die Schule Ihrer Kinder!

8. Dezember 2010

PISA 2009

Aus der Zusammenfassung der Pisastudie, S. 10: "Systeme, die hohe Leistungen und eine ausgewogene Verteilung der Bildungserträge aufweisen, sind in der Regel integrativ, was bedeutet, dass Lehrkräfte und Schulen unterschiedliche Schülerpopulationen über individuell angepasste Bildungswege einbinden müssen. Demgegenüber erreichen Schulsysteme, die von vornherein unterstellen, dass die Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Laufbahnen bestimmt sind, und die dementsprechend unterschiedliche Erwartungen an sie richten und sie in unterschiedliche Schulen, Klassen und Klassenstufen einteilen, oft weniger ausgewogene Ergebnisse, ohne dass die Gesamtleistung besser ausfiele."

Kurz gefasst heißt das: Streng gegliederte Schulsysteme wie das bayerische sind nicht besser als andere, aber deutlich ungerechter.

24. November 2010

Ein bisschen demokratisch

Der Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags hat sich gegen eine landesweite gesetzliche Elternvertretung ausgesprochen. Er folgte damit der Meinung des Kultusministers, der sinngemäß schrieb: Acht bayerische Elternverbände sitzen im Landesschulbeirat, dem Beratungsgremium des Kultusministeriums. Das genügt ihnen offenbar, sonst hätten sie längst einen Landeselternrat gegründet - das Gesetz ließe das zu. Was der Minister entweder nicht weiß oder nicht wissen will: Ein solcher Landeselternrat hätte ebenso wie der Landeschulbeirat nur Anhörungsrecht, von Mitbestimmung keine Spur. Wozu dann noch ein Gremium, für das im Haushalt nicht einmal Geld wäre? Viel bedenklicher ist jedoch etwas anderes: Die Elternverbände vertreten längst nicht alle bayerischen Eltern. Nur wer freiwillig Mitgliedsbeitrag zahlt, hat also auch nur den Hauch einer Chance, vom Kultusministerium und der Bildungspolitik gehört zu werden. Das ist Demokratie auf bayerisch.

17. November 2010

ABC für Eltern

Weil es immer wieder nachgefragt wird, hier das ABC für Eltern. Es ist zwar nicht mehr ganz neu (vom November 2009), doch durchaus zum Nachschlagen geeignet. Wenn Sie dazu beitragen möchten, das ABC auf den neuesten Stand zu bringen - herzlich gern! Schicken Sie Ihre Anregungen an
ursula.walther( at )bayerischer-elternverband.de.

7. November 2010

Unersetzlich: Eltern als Ansprechpartner

Das Portal "planet beruf" der Bundesagentur für Arbeit arbeitet schon seit Jahren mit den Eltern zusammen. Kürzlich hat es die stellvertretende Landesvorsitzende des BEV, Ulrike Stautner, zur Unterstützung der Jugendlichen bei der Berufswahl interviewt.

15. Oktober 2010

Petitionen

Am 21. Oktober diskutiert der Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags ab 9:15 Uhr über zwei Petitionen, die für Eltern von Schulkindern besonders wichtig sind: eine Petition des BEV zur Betreuungszeit in der Grundschule und eine Petition zur gesetzlichen Elternvertretung, an der der BEV über das Forum Bildungspolitik beteiligt ist.
Der Auschuss tagt öffentlich.

26. September 2010

Fördern oder fordern?

Während Bayern die besten der Guten mit einer Seminarwoche in den Ferien belohnt, bietet Baden-Wüttemberg mit einem kostenlosen Ferienkurs denen, die es nötig haben, einen besseren Start ins neue Schuljahr. In Baden-Württemberg fühlt sich das Kultusmsinisterium offensichtlich mitverantwortlich für die Leistung der Schüler. In Bayern ist Leistung Privatsache.

20. September 2010

Schule ist Sache der Kinder

Wichtigste Regel für Eltern: Unterstützung erwünscht, Einmischen verboten. Denn Schule ist Sache der Kinder.

14. September 2010

Tagesanfang - Schulanfang

Ihr Kind kommt in die Schule oder in eine neue Klasse. Vertrauen Sie Ihrem Kind - es wird die Chance nutzen. Loben Sie Ihr Kind und es wird das Selbstvertrauen finden, die Dinge gut zu machen. Denken Sie daran: Unser Schulsystem gibt Ihrem Kind die einmalige Chance, mit Bildung in Kontakt zu kommen, zu lernen, sich weiterzubilden, Verantwortung tragen zu lernen. Mehr in den 12 Tipps zum Schulanfang.

27. August 2010

Inklusion

In Bayern funktioniert manches anders, auch die Inklusion. Für den Rest der Welt ist klar: Inklusion bedeutet, Kinder mit besonderem Förderbedarf gar nicht erst von ihren Altersgenossen zu trennen, sondern alle gemeinsam zu unterrichten. Der bayerische Kultusminister redet von "Inklusion durch Kooperation" und meint damit: erst auseinandersortieren, und dann - vielleicht - wieder gemeinsam unterrichten. Die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung, die Deutschland 2009 unterzeichnet hat, gesteht jedem Menschen ein Recht auf inklusive Bildung zu. Dem kann sich auch Bayern nicht entziehen. Das Kabinett hat kürzlich ein Konzept vorgelegt (Punkt 2 der Pressemitteilung), welches der Kultusminister demnächst den Verbänden erläutern will. Dass es da zu Kontroversen kommen dürfte, ist abzusehen, zum Beispiel an der Position des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands.

22. August 2010

Wie Geld schlau macht

Beim Bildungsmonitor 2010 liegt Bayern wieder auf Platz 4, hinter Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg. Seit 2004 erhebt das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Bildungsdaten der 16 Länder. Und teilt den Ländern anschließend mit, wie sie ihre Schulen verbessern müssten, damit die Wirtschaft wächst. Diesmal untersuchte das IW ausdrücklich, "inwieweit sich eine bessere finanzielle Ausstattung der Bildungseinrichtungen positiv auf den Output des Bildungssystems auswirkt", sprich: Macht mehr Geld schlau? Das Geld allein, so die Wissenschaftler, macht es nicht. Kombiniert mit Anstrengungen für besseren Unterricht bringt Geld allerdings deutlich mehr als kein Geld.

23. Juli 2010

Lehrermangel oder nicht?

Naturgemäß sieht die Opposition die Lage anders als die Regierung. Die SPD warnt vor dramatischem Lehrermangel, ebenso der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband. Der Kultusminister widerspricht. Der Bayerische Rundfunk fasst die Meinungen zusammen.
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16. Juli 2010

Gute Lehrer, gute Bücher

Gut aus- und fortgebildete Lehrer machen besseren Unterricht, anspruchsvolle Schulbücher heben das Niveau. Für Olaf Köller, den Leiter der Ländervergleichsstudie zu den bundesweiten Bildungsstandards, erklärt sich so das bessere Abschneiden der südlichen Bundesländer. Welche Faktoren außerdem eine Rolle gespielt haben könnten, lesen Sie im Interview mit Olaf Köller.

5. Juli 2010

Falscher Abschluss

Der Weg zum Studium führt keineswegs so einfach über die Hauptschule, wie das Kultusministerium gern behauptet. Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben selbst bei gleicher Kompetenz eine geringere Chance auf weiterqualifizierende Ausbildungsgänge und qualifizierte Berufe als Jugendliche mit Realschulabschluss oder Abitur. Fachleute nennen Jugendliche, die trotz ihres hohen individuellen Lernpotenzials auf einer (zu) niedrigen Schulform sind, Underachiever. Was Underachievement für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, beschreibt der Bildungsforscher Johannes Uhlig im WZBriefBildung vom 5. Juli 2010.

2. Juli 2010

Die Hürde am Ende der Grundschule

Die soeben veröffentlichte TIMSS-Übergangsstudie (Band Nr. 34 der BMBF-Reihe Bildungsforschung) zeigt, "dass der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe einer der kritischsten Punkte ist, an denen soziale Ungleichheit entsteht." Der Bildungsforscher Jürgen Baumert, der die Studie leitete, sagt: "Im Wesentlichen konnten wir drei Faktoren für den Übergang auf die weiterführende Schule verantwortlich machen: die objektive Leistung der Schülerinnen und Schüler, deren Leistungs- und Eignungsbeurteilung durch die Lehrkräfte sowie die soziale Herkunft." Die Leistung sei für knapp 50 Prozent "des Verteilungsmusters an den Schularten" verantwortlich. Drei Viertel des sozialen Herkunftseffekts, der beim Übergang sichtbar werde, entstehe bereits vor und während der Grundschulzeit.

24. Juni 2010

Ländervergleich Deutsch und Englisch

"Die Schüler im Süden Deutschlands haben bei einem neuen Länder-Schulleistungsvergleich wieder einmal am besten abgeschnitten. Klare Sieger sind die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Sachsen und Rheinland-Pfalz konnten sich in der Spitzengruppe platzieren. Zum Teil gilt dies auch für Hessen. Schlusslicht in fast allen Disziplinen ist Bremen." (Quelle: Die ZEIT vom 23.6.10)

Die Studie finden Sie beim Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, die Interpretation des bayerischen Kultusministeriums auf dessen Website. In Bayern sind die Bildungschancen extrem ungerecht verteilt. Das erwähnt das Kultusministerium zwar, relativiert aber sofort. Es schreibt:

Soziale Disparitäten im Spracherwerb
Die Bildungsbeteiligung (relative Chance eines Gymnasialbesuchs) ist vor allem in Bayern und Baden-Württemberg stark von der sozialen Herkunft abhängig: Ein Facharbeiterkind hat bei gleicher Lesekompetenz eine 6,5- (Anmerkung des BEV: in der Studie heißt es 6,6) mal geringere Chance auf einen Gymnasialbesuch als ein Akademikerkind (Deutschland: 4,5). Hierbei ist nicht berücksichtigt, dass Schülerinnen und Schüler aus der Mittelschule und der Realschule über FOS/BOS und berufliche Bildungsgänge in hohem Maße ebenfalls Hochschul­zugangs­berechtigungen erreichen und damit die sozialen Disparitäten wesentlich verringern. Insgesamt sind die Hochschulzugangsberechtigungen über nicht-gymnasiale Bildungsgänge bei 42% angelangt.

20. Juni 2010

Warum Lernen glücklich macht

Interviews und Texte, die Lust aufs Lernen machen – ganz egal in welchem Alter
nachzulesen im Magazin "Change" 2/2010 der Bertelsmannstiftung

Neue BEV-Vorsitzende

Vorstandswahl im BEV am 19. Juni 2010:
Landesvorsitzende ist Maria Lampl aus Bayreuth, ihre Stellvertreterinnen sind Ulrike Stautner (Augsburg), Ulrike Köllner (München) und Henrike Paede (Stadtbergen).

15. Juni 2010

Hauptschule stirbt an Schülermangel

Das bayerische Kultusministerium muss seine Schülerprognose korrigieren. Der Schwund an der Hauptschule ist dramatisch, die Minuszahlen übertreffen alle Befürchtungen. Die Realschule hat starken Zulauf.
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Wer diese Entwicklung für eine Folge der geänderten Übertrittsbedingungen hält und womöglich strengere Notengrenzen fordert, hat allerdings den Ernst der Lage verkannt. Die Gymnasialeltern Bayern sehen das ganz anders - mit Recht.

8. Juni 2010

Die Viertagewoche

In den USA streichen Schulen einen Unterrichtstag - aus Kostengründen. Das Lernen leidet darunter nicht. Ein Modell für Bayern?
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7. Juni 2010

Ist es Mobbing?

Oft tun Erwachsene als alterstypisch Rangelei ab, was tatsächlich Mobbing ist. Der ehemalige Schulleiter Karl Gebauer erklärt, wie man Mobbing erkennt.
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6. Juni 2010

Wenig Demokratie an Bayerns Unis

Die entscheidende Sitzung steht noch aus, doch für eine Verfasste Studierendenschaft in Bayern sieht es schlecht aus. 'Wenn ich mit Studenten rede, habe ich meine Zweifel, das die da hineinwollen', sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am Freitag.
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5. Juni 2010

Der Ober-Lehrer und das Fett

Lehrerverbandspräsident Josef Kraus fordert Sanktionen für Eltern übergewichtiger Kinder. Das Erwerbslosenforum Deutschland wirft ihm Sozialrassissmus vor.
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Neues an der BEV-Spitze

Am 5. Juni 2010 ist die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Heike Hein, zurückgetreten. Der Landesvorstand wählt bei seiner Sitzung am 19. Juni 2010 in München eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.

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