Offener Brief: Schülerinnen und Schüler bei Lockerungen nicht vergessen!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder,
sehr geehrter Herr Staatsminister Holetschek,
sehr geehrter Herr Kultusminister Professor Dr. Piazolo,

die Einschränkungen, die zur Bekämpfung der Pandemie notwendig waren, haben Schülerinnen und Schüler in ihrer Bildung und Entwicklung stark beeinträchtigt. Die Folgen sind gravierend und reichen von Lernrückständen bis zu psychischen Störungen. Dies darf sich nicht länger als unbedingt notwendig fortsetzen.

Da man nun die Beschränkungen lockern kann, müssen Bildung und Teilhabe an erster Stelle stehen, vor allen dort, wo es am meisten brennt: Zwei Jahrgänge von Schulanfängern wurden bereits beim Schriftspracherwerb erheblich durch Masken behindert, da letztere die Sicht auf die Mundbewegungen verdecken. Der BEV fordert daher, im Zuge der Lockerungen baldmöglichst mindestens die ersten und zweiten Klassen der Grundschule von der Maskenpflicht zu befreien.

Zugleich fordern wir, die Ausstattung der Schulen mit LTA und Luftreinigungsanlagen weiter mit Druck voranzutreiben, damit eine neue Infektionswelle im Herbst mit weniger Einschränkungen für Lernen, Wohlbefinden und Teilhabe abgefangen werden kann. Die gefühlte Entspannung der Lage darf nicht dazu führen, dass die Vorsorge vernachlässigt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Löwe, Landesvorsitzender