„Fridays for Future“: Haben wir Erwachsenen begriffen, worum es hier eigentlich geht?

Woche für Woche gehen die Schülerinnen und Schüler freitags für einen besseren Klimaschutz demonstrieren. Und was machen wir Erwachsenen? Wir diskutieren in den Medien, ob sie überhaupt das Recht haben, während der Schulzeit zu demonstrieren oder ob das nicht durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden könnte. Wir diskutieren über Verweise, Bußgelder und Nachsitzen.

Viele Erwachsene finden es toll, dass unsere Jugend sich für etwas stark macht und sich endlich mal für das Politische interessiert. Andere verurteilen die Schülerinnen und Schüler, dass sie nur eine Gelegenheit zum Schwänzen suchten, sie sollen gefälligst nach der Schule demonstrieren gehen.

Wir Erwachsenen sollten uns in Grund und Boden schämen. Denn das, um was es in den Freitagsdemos eigentlich geht, fällt vollkommen unter den Tisch. Es geht um unser aller Zukunft, um unser Klima, unsere Erde und um die Chance, auf ihr auch noch die nächsten Jahrzehnte oder länger gut leben zu können, ohne Naturkatastrophen, Hungersnöte oder Wetterextreme.

Wir Erwachsenen sehen uns nicht verantwortlich dafür, unsere Kinder und Jugendlichen in ihrem Anliegen für den Klimaschutz zu unterstützen, geschweige denn endlich selbst dafür auf die Straße zu gehen und die Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen.

Wir Erwachsenen sollten aber eines bedenken: Wenn wir das mit dem Klimaschutz nicht hinbekommen, sind die paar versäumten Schulstunden oder die Kollision von Demonstrationsrecht mit der Schulpflicht unser kleinstes Problem.

Darüber sollten wir mal nachdenken und uns dann nochmal ganz arg schämen.