ABC der Elternvertretung

Hier entsteht ein alphabetisches Nachschlagewerk für Eltern und Elternvertreter.

Vorerst verweisen wir auf das unten stehende "ABC für Eltern" von Ursula Walther mit Stand vom November 2009.

Aktuell zum Schuljahresanfang, hier die wichtigten Informationen für den Start des Elternbeirats.

Start in die Arbeit des Elternbeirats – an alles gedacht?


Wahlunterlagen

Soweit Ihre Wahl noch nicht stattgefunden hat, finden Sie die benötigten Wahlunterlagen auf unserer Webseite.


Mustergeschäftsordnung

Eine Mustergeschäftsordnung für den Elternbeirat können Sie ab Dezember bei uns anfordern.


Elternbeirat: Amtszeit und Geschäftsübergabe

Damit der neue EB auf der Arbeit des alten aufbauen kann, sollte eine Geschäftsübergabe stattfinden, bei dem sämtliche Unterlagen und ein Bericht über den vergangenen Geschäftszeitraum übergeben und besprochen werden. – Hier die Amtsdauer von Elternbeirat (EB), Klassenelternsprechern (KES) und Gemeinsamem Elternbeirat (GEB) sowie Anfang und Ende der Amtszeit:

 

EB

Grundschule, Mittelschule

1 Schuljahr (von Wahl bis Neuwahl)

 

Gymnasium, Realschule, Wirtschaftsschule

2 Schuljahre (von Wahl bis Neuwahl)

 

Förderschule

2 Schuljahre (vom/bis 1. des Monats, der auf Wahl/Neuwahl folgt)

KES

Grundschule, Mittelschule

1 Schuljahr (von Wahl bis Ende Schuljahr (31.7.))

 

Gymnasium, Realschule, Wirtschaftsschule

gemäß Beschluss des EB

 

Förderschule

gemäß Beschluss des EB (voraussichtlich ab 1.8.2017 in Kraft)

GEB

Grundschulen, Mittelschulen

1 Schuljahr (von Wahl bis Neuwahl)

 

Förderschulen

2 Schuljahre (von Wahl bis Neuwahl)

 

Der GEB

Hat ein Sachaufwandsträger - meist eine Kommune - mehrere Grund- oder Mittelschulen, so müssen die Vorsitzenden der verschiedenen Elternbeiräte den „Gemeinsamen Elternbeirat“ (GEB) bilden.

 

Erreichbarkeit des EB

Bitten Sie die Schulleitung und/oder den Sachaufwandsträger um eine eigene E-Mailadresse nach dem Muster elternbeirat@xy-schule.de (oder: elterbeirat.xy-schule(at)musterdorf.de) auf dem Schul- oder Kommunalserver. Diese Adresse soll einfach auf die private Mailadresse der/des jeweiligen Vorsitzenden weitergeleitet werden. Bei Amtswechsel wird einfach die Weiterleitung geändert. Das sorgt für eine gleich bleibende Erreichbarkeit des EB. - Lassen Sie diese Adresse auf die Homepage der Schule stellen. – Bitte teilen Sie uns, dem BEV die E-Mailadresse des EB mit!

 

Kasse und Konto

Der Elternbeirat kann keine Kasse besitzen, denn er ist nicht rechtsfähig. Somit kann er auch kein Konto führen, selbst wenn diese wenige Bank in rechtlichen Graubereich einräumen. Ein Konto auf den Namen eines EB-Mitglieds bietet keinerlei Rechtssicherheit. Das Geld des EB gehört rechtlich dem Sachaufwandsträger. Viele Elternbeiräte haben dieses Problem vorübergehend mit hohem bürokratischen Aufwand und der Gründung eines Fördervereins gelöst – doch was, wenn der anders will als der Elternbeirat? – Wir verlangen vom Kultusministerium seit Jahren vergebens eine Lösung – bisher vergebens!

 

Internetauftritt des EB

Der Internetauftritt des EB, meist auf einer Unterseite der Schulhomepage, sollte inzwischen selbstverständlich sein. Neben den Kontaktdaten des EB sollten die Mitglieder des EB dort vorgestellt werden. Hier kann der EB über seine Arbeit informieren, zu Onlinediskussionen einladen u. a. m..

 

Sonderämter

Wir empfehlen, den Schulelternbeirat (EB) mit Sonderämtern auszustatten, etwa für Inklusion, Dyskalkulie,  LRS oder für Kinder mit nichtdeutschen Eltern. Sofern dem EB hierfür keine gewählten Mitglieder zur Verfügung stehen, können gemäß BayEUG Art. 66 Abs. 1 Satz 2 bis zu einem Drittel andere Eltern der Schule als beratende Mitglieder hinzugezogen werden. Diese haben allerdings kein Stimmrecht. Der EB sollte betroffenen Eltern direkt ansprechen, da sich Minderheiten selten von alleine in ein öffentliches Amt trauen.

 

Information und Abfrage der Elternbasis

Informieren Sie alle Eltern regelmäßig über Ihre Tätigkeiten, am besten über E-Mailverteiler, die die Klassenelternsprecher (KES) anlegen; sie sind auch für Umfragen sehr nützlich. Verwenden Sie oder die KES dabei wegen des Datenschutzes stets verdeckte Verteiler. Man kann auch die Schule um Weiterleitung der Rundschreiben des Elternbeirats bitten, soweit sie über Mailadressen der Eltern verfügt. Die Schule darf die Adressen jedoch nicht herausgeben.

 

Klassenelternsprecher (KES) in die Arbeit einbeziehen

Die KES sollten regelmäßig zu den Sitzungen des EB eingeladen werden, um zu erfahren, was in den einzelnen Klassen passiert – dabei muss es sich nicht immer um Probleme handeln!

 

Erziehungspartnerschaft

Um das von vielen Eltern empfundene Machtgefälle Schule-Elterhaus abzubauen und Kinder von beiden Seiten wirksam bei der Bildung zu unterstützen, sollte die „Erziehungspartnerschaft“ ein Arbeitsschwerpunkt sein – natürlich in Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrern. Ein Konzept hierfür sollte bereits erstellt sein, es sollte immer wieder überprüft und weiterentwickelt werden. Bitte sprechen Sie Ihre Schulleitung darauf an. Externe Ansprechpartner finden Sie hier.

 

Elternarbeit auf die Bedürfnisse der Eltern ausrichten

Der Elternbeirat orientiert sich oft mehr an den Bedürfnissen der Schule (Kaffeekochen beim Schulfest) als an denen der Eltern. Frage Sie die Elternmeinung ab über das, was an der Schule passiert oder welche Probleme unter den Nägeln brennen, desgleichen die Bedürfnisse der Eltern, wie Fortbildungen zur häuslichen Unterstützung oder zur Erziehung.

 

Fortbildung des BEV für den EB

Bei Interesse an Elternvertreterseminaren wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle. Die Veranstaltungen sind für Mitglieder kostenlos. Zur Kostensenkung können Nichtmitglieder an Ihrer Schule ein Seminar für die Elternvertreter mehrerer Schulen veranstalten.

Die Stimme der Eltern stärken

Bayerns Eltern werden mangels gesetzlich legitimierter Elternvertretung durch schulartbezogene private Vereine vertreten. Wir als Bayerischer Elternverband (BEV) vertreten alle Eltern der staatlichen Förder-, Grund- und Mittelschulen, daneben aber auch Eltern anderer Schularten. Wir informieren und beraten alle Eltern, unabhängig von ihrer Mitgliedschaft, und vertreten sie im Kultusministerium, im Landesschulbeirat, gegenüber Politik und Verbänden. Dies leisten wir rein ehrenamtlich. Aber auch ehrenamtliche Arbeit geht nicht ohne Geld (z. B. für Reisen, für die Geschäftsstelle …). Daher bitten wir alle, die noch nicht bei uns Mitglied sind, um ihre Solidarität in Form einer Spende oder, noch besser, um ihren Beitritt. Je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr Gewicht bekommt die Stimme der Eltern! Alles zu Mitgliedschaft oder Spende finden Sie hier

 

Für den selbständigen Schulweg werben und ihn unterstützen

Kinderärzte, Augenärzte, Lehrer, der ADAC und die Polizei sind sich einig darin, dass auch Erstklässler den Schulweg – nach dem Training mit den Eltern – ohne diese und vor allem zu Fuß machen sollen. Dies lässt sie Selbständigkeit einüben, verschafft ihnen Bewegung an der frischen Luft und wichtige Kontakte mit anderen Kindern! Das Chaos der „Elterntaxis“ vor den Schulen birgt überdies nicht zu unterschätzende Gefahren für die Kinder. Manche Schulen haben deswegen eine elterntaxifreie Zone innerhalb eines bestimmten Umkreises um das Schulgelände festgelegt. Der Elternbeirat kann auch einen „Walking-Bus“ organisieren, der - zunächst im Begleitung eines Erwachsenen - zu festgelegten Zeiten an bestimmten Orten zu Fuß abgeht.

 

ABC für Eltern

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